Christoph Skutella

Bayerisch – tschechische Partnerschaft im Blick – jedes Engagement trägt zur Stärkung der Region bei

Ob Grenzverkehr oder Gesundheitssystem – die Corona-Krise hat die engen Beziehungen zwischen Bayern und Tschechien einem Stresstest unterzogen. Doch das jahrzehntelange Zusammenwachsen hat sich vor allem in der Pandemie ausgezahlt.

Die heutige Expertenanhörung hat gezeigt, dass die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Bayern und Tschechien ausgesprochen gut ist. Die rund 3000 bayerischen Unternehmen mit Handelsverbindungen zum Nachbarland und ihren geschätzten 40.000 Berufspendlern haben Standhaftigkeit in der Krise bewiesen. Auch wenn voreilige Grenzschließungen, Grenzkontrollen und Einreiseverbote beider Seiten zu einem zeitweisen Stillstand in der lokalen Wirtschaft geführt haben. Die Anhörung hat gezeigt, dass die Identität eines vereinten Europas vor allem in der Freizügigkeit und den damit verbundenen Möglichkeiten begründet ist.

Daneben ist deutlich geworden, dass jedes Engagement in die Bayerisch-Tschechische Freundschaft zur Stärkung unserer Region in der Mitte Europas beiträgt. Leuchtturmprojekte herausragender Institutionen, wie zum Beispiel das Centrum Bavaria Bohemia oder das Koordinierungszentrum Tandem, leisten Pionierarbeit beim grenzüberschreitenden regionalen Austausch. Die differenzierte Zusammenarbeit in den Regionen Oberfranken – Karlsbad und Oberpfalz – Pilsen muss stärker finanziell gefördert werden soll.

Im edukativen Bereich müssen grenzüberschreitende Bildungsangebote intensiviert, maßgeschneidert und verjüngt werden. Angefangen bei frühkindlichen Bildungsangeboten, dem Sprachunterricht an Schulen, bis hin zu Stipendien für Hochschulen und Universitäten.