Christoph Skutella

SKUTELLA: Ökologischer Landbau - Wissenschaftler fordern: weniger Verbote – mehr wissenschaftlich-technischer Fortschritt

Eine aktuell veröffentlichte Studie des Forschungsinstituts für Biologischen Landbau im Auftrag des Umweltbundesamtes zur Zukunft des Ökologischen Landbaus bestätigt was wir Freie Demokraten seit Jahren für die gesamte Landwirtschaft fordern.

Die Wissenschaftler des Forschungsinstituts für biologischen Landbau schlagen vor, der Ökolandbau solle offener werden für die Nutzung des wissenschaftlich-technischen Fortschritts und weniger mit Verboten arbeiten. 

Neben den unbestrittenen Stärken des Ökologischen Landbaus in der Umweltperformance, werden in der Studie auch die Defizite und Problemstellen aufgezeigt. Vor dem Hintergrund einer wachsenden Weltbevölkerung und der steigenden Nachfrage nach Nahrungsmitteln und Energiepflanzen, brauchen wir eine Landwirtschaft die ressourcenschonend aber effizient mehr produzieren muß. Demgegenüber steht der derzeit hohe Flächenverbrauch bei geringeren Erträgen im Ökologischen Landbau (in Deutschland liegt die Spannweite bei -19 bis -45%) und der Zielkonflikt ökologische Tierhaltung und höhere Treibhausgasemissionen.

Auch wenn es ums Tierwohl geht, können die Experten nicht bestätigen, daß die Ökologische Haltung per se besser ist als die konventionelle. Aufgrund der mangelhaften Daten – und Informationslage zu Tierverhalten und emotionalem Befinden könne hier laut Experten lediglich die Aussage getroffen werden, dass für die Gesundheit der Tiere, unabhängig davon ob öko oder konventionell, das individuelle Betriebsmanagement am Wichtigsten ist.

Dazu der agrar- und verbraucherschutzpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Christoph Skutella: "Diese Studie bestätigt was wir Freie Demokraten auch im Agrarbereich seit Jahren fordern - weniger Verbote, mehr Einsatz von Technologie, mehr Offenheit in der Forschung. Die Digitalisierung ermöglicht präzise umweltschonende Dünge– und Pflanzenschutzmittelausbringung, die Optimierung vieler Arbeitsprozesse in Außenwirtschaft und Stall und mehr Transparenz in der gesamten Wertschöpfungskette.“

Auch beim zukünftig immer bedeutender werdenden Thema Tierwohl ist die Digitalisierung. Moderne Sensortechnik hat das Potential die Tiergesundheit durch effizientes Monitoring zu verbessern - der moderne Landwirt hat jede einzelne Kuh auf dem Smartphone im Blick.

„Wir müssen unsere Landwirte mehr informieren über die Potentiale der neuen Technologien, dadurch bestehende Vorbehalte abbauen und wir müssen Anreize schaffen, dass die Technik genutzt wird.“