Christoph Skutella

SKUTELLA: Extrem-Wetter in Bayern – Risikomanagement in der Landwirtschaft muss Priorität haben

Auch in diesem Jahr leidet Bayern unter extremen Wetterbedingungen. Von Mitte März bis Mitte Mai gab es in vielen Regionen des Freistaates keinen Regen. Die lange Trockenperiode trifft viele Landwirte hart. Sie müssen erneut mit Ernteeinbußen rechnen. Zudem war der Süden Bayerns vielerorts von Hochwasser bedroht. Für Meteorologen ist klar, diese Wetterextreme werden keine Ausnahme mehr bleiben. Landwirtschaftliche Betriebe müssen Vorsorge treffen und ins Risikomanagement investieren.

Der landwirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag Christoph Skutella fordert deshalb erneut für die Land- und Forstwirte die Einführung einer steuerfreien Risikoausgleichsrücklage: "Die Bildung von Rücklagen kann das neue Sicherheitsnetz der Landwirtschaft sein. Dafür müssen wir den Bauern ein Instrument an die Hand geben, das es ihnen ermöglicht, witterungsbedingte Einkommenseinbußen zu kompensieren – etwa durch die Bildung einer steuerfreien Risikoausgleichsrücklage bis zur Höhe des durchschnittlichen Gewinns der vergangenen vier Wirtschaftsjahre. Bei einer Bildung von Rücklagen trägt der Betrieb das Risiko selbst.

Eine Mitfinanzierung einer Mehrgefahrenversicherung durch den Freistaat und Bund, wie sie Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber favorisiert, halten wir dagegen für ungeeignet. Bei der Versicherungslösung gibt der Betrieb das Risiko nach außen. Das heißt: Der Steuerzahler wird zur Kasse gebeten. Eine steuerfreie Risikoausgleichsrücklage, wie wir sie hingegen fordern, ist Hilfe zur Selbsthilfe. Sie stärkt die Eigenverantwortlichkeit der Landwirte."