Christoph Skutella

SKUTELLA: Tiere in Zoos und Wildparks ohne Rettungsschirm vom Tode bedroht

Aufgrund unterschiedlicher Betriebsstrukturen profitieren nicht alle Zoos, Tiergärten und Wildparks in Bayern von den bisherigen Corona-Hilfspaketen. Allesamt müssen sie aber hohe laufende Fixkosten für Personal und Futter stemmen, da die Tiere weiter versorgt und gepflegt werden müssen und daher Kurzarbeit nur bedingt möglich ist. Dazu der umwelt- und tierschutzpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag Christoph Skutella:

"Die Staatsregierung muss unsere Zoos, Tiergärten und Wildparks unterstützen und ein sofortiges Hilfsprogramm auf die Beine stellen. Dabei sollten keine Unterschiede zwischen kommunal geführten Unternehmen oder privatwirtschaftlich organisierten Betrieben gemacht werden. Alle sitzen mit ihren Existenzsorgen im selben Boot und benötigen unbürokratisch und direkt Hilfe.

Es stehen schließlich nicht nur Arbeitsplätze, sondern vielmehr das Leben unzähliger Tiere auf dem Spiel. Im Falle von Schließungen droht vielen Tieren die Einschläferung, da andere zoologische Betriebe sie aus Kostengründen nicht übernehmen können – und der Privathaltung von exotischen und gefährlichen Tieren zurecht Grenzen gesetzt sind. Dies gilt es mit allen Mitteln zu verhindern.

Die bayerische Staatsregierung sollte sich also einen Ruck geben und die Ausgangsbeschränkungen für Zoos, Tiergärten und Wildparks schon in den Osterferien lockern. Voraussetzung ist natürlich, dass sich die Betriebe an sämtliche Schutzmaßnahmen halten und dafür sorgen, dass alle Besucher einen Mundschutz tragen und die Abstandregeln einhalten. Zudem sollte die Anzahl der erlaubten Besucher begrenzt werden."